don't you know, i'm living close to you ?
  Startseite
    mirko
    der lumpige rest
  Über...
  Archiv
  * mollys für bollywood
  * ohne anspruch
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

http://myblog.de/livingclosetoyou

Gratis bloggen bei
myblog.de





SOBREVIVIR oder DER TAGTRAUM ALS TÄGLICH BROT

"...ob ich mich dann nicht als künstlerin sehe, oder gerade deswegen ... doch ?" ist die frage.

die antwort ist leicht. und schwer.

"oh nein, was ich mache kann man doch nicht als kunst bezeichnen!" wäre die abwehrende antwort aus zwei unterschiedlichen möglichen gründen: fehlendes selbstwertgefühl und übersteigerte eitelkeit.

als nächstes die frage, was denn kunst eigentlich ist. wo sind die grenzen ? oder sind die übergänge fließend ? denn es ist ja so: wir hatten dada, wir hatten punk. wir leben im informationszeitalter. bekannt ist alles. bekannt ist immer auch das "anti" dazu.

 weder aus mangelndem selbstwertgefühl, noch aus eitelkeit beantworte ich die frage mit "weiß´nich´", sondern weil es bisher keine notwendigkeit gab, mir diese frage überhaupt zu stellen (bis sie mir gestellt wurde).

ich schreibe, weil es mir zu eng ist.   ...in mir zu eng wäre, würde ich nicht schreiben. ich führe eine sehr intensive beziehung. da muss von zeit zu zeit etwas abstand her. denn ich selbst bin diejenige, die mich in die enge treibt. ich führe eine beziehung. mit meinem traummann. in gedanken (das war jetzt alles nicht schwer zu erraten ;-))

 wenn ich rad fahre, fährt er neben mir her. wenn ich zeitung lese, weiß ich was ihn aufregen würde und darüber diskutieren wir dann manchmal. oder wir machen witze darüber, sofern wir uns einig sind, denn zynismus entspannt. wenn ich vokabeln lerne, achtet er auf meine aussprache. wenn ich einkaufen gehe, erinnern wir uns gegenseitig an den inhalt der nie geschriebenen einkaufsliste. wenn ich auf ein konzert gehe, hält er mich im arm oder mir den rücken frei von fremden ellbogen. er ist immer mit dabei. 

und wenn jemand in mein leben eintauchen möchte, gegen dessen tollkühnen kopfsprung an und für sich rein gar nichts einzuwenden wäre, sage ich zu ihm, während ich dem sprungbereiten abwehrend den ausgestreckten arm hinschiebe: 

"...aber ´offene beziehung´ wollt´ ich doch gar nicht mehr...!"

daraufhin sieht er mich lieb an, weitet den blick dabei ein wenig, auf diese ganz spezielle, nur ihm eigene art und sagt:

"du bist solo, liebes. schon lange!"

und ich sage ganz erschrocken: "NEIN!"

doch damit hat er mich schon in die realität katapultiert und mein "nein" ist nicht mehr, als die unsanfte landung.

seht ihr jetzt wie eng es in mir ist und warum die frage nach "kunst" keine rolle spielt ?

ich muss schreiben... manche nennen sowas übertrieben, verrückt, schizophren. manche nennen es psychose.

ich nenne es überleben. 

 

13.1.10 19:20
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


randbemerkungen / Website (13.1.10 19:44)
Ich kenne das, ich muss auch schreiben. Und eigentlich ist es ja egal, ob irgendwer das nun Kunst nennt oder nicht. Es ändert irgendwie nichts...


trine / Website (14.1.10 02:31)
... es ist zumindest keine frage, die im vordergrund steht

ich muss mich aber um wichtiges vordergründiges kümmern, um nicht unterzugehen

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung